Was ändert sich Juli 2017? Rente, Video-Sprechstunde und Glücksspiel

In Deutschland stehen ab dem 1. Juli 2017 wieder einige Änderungen und Neuerungen auf dem Plan. Vor allem Rentner profitieren von den neuen Gesetzen.

Gute Nachrichten für Rentner! Sie kommen ab Juli 2017 mehr Geld. Weitere Änderungen treten zum Monatswechsel in Kraft.

Ab dem 1. Juli gibt es wieder einige Gesetzesänderungen und Neuerungen in Deutschland. Beispielsweise kommen die Krankenkassen für die Kosten der Video-Sprechstunden auf. Rentner profitieren gleich von zwei neuen Gesetzen. Aber auch in der Branche des Glücksspiels werden Gesetzesänderungen vorgenommen. Das müssen Verbraucher wissen!

Video-Sprechstunde beim Arzt

Lange Wartezeiten im Wartezimmer der Arztpraxis sind bald Geschichte. Zusätzlich zu den persönlichen Sprechstunden in der Arztpraxis werden nämlich Video-Sprechstunden angeboten.

Die Kosten für Online-Termine mit dem Arzt werden ab dem 1. Juli von den Krankenkassen übernommen. Mit dem E-Health-Gesetz gehört dieses Angebot zum Bestandteil der vertragsärztlichen Versorgung.

Rentenanpassung: Mehr Geld für Rentner

Die Rentner und Rentnerinnen in Deutschland bekommen ab dem 1. Juli 2017 mehr Geld. In den alten Bundesländern steigt die Rente um 1,90 %, in den neuen um 3,59 %. Mit dieser Rentenerhöhung im Juli 2017 nähert sich der Rentenwert in den neuen Ländern auf 95,7 Prozent des Rentenwertes im Westen an.

Bis zum 1. Juli 2024 soll der Rentenwert zwischen dem Westen und Osten komplett angeglichen sein und ein gleiches Rentenrecht für ganz Deutschland gelten.

Flexirente: Hinzuverdienst steigt auf 6300 Euro im Jahr

Für Rentner gibt es neben der Rentenanpassung eine weitere Neuerung. Die bisherige Teilrente wird ab dem 1. Juli 2017 durch die sogenannte Flexirente ersetzt.

Durch die Kombination der neuen Teilrente mit der Teilzeitarbeit können Arbeitnehmer flexibler aus dem Berufsleben aussteigen. Denn ab Juli 2017 können Teilrentner jährlich 6300 Euro hinzuverdienen. Darüber liegende Verdienste werden zu 40 % auf die Rente angerechnet.

WhatsApp-Aus für ältere Geräte

Einigen Smartphone-Nutzern droht ab 1. Juli 2017 das Aus des beliebten Messenger-Dienstes WhatsApp.

WhatsApp möchte die Weiterentwicklung der App in Zukunft auf Geräte konzentrieren, die von der großen Masse genutzt werden. Deshalb wird für ältere BlackBerry- und Nokia-Geräte der WhatsApp-Support ab 1. Juli 2017 eingestellt.

Neue Richtlinien für Gefahrguttransporte

Neue Vorschriften hinsichtlich des Gefahrguttransports auf der Straße traten bereits im Januar 2017 in Kraft. Nach einer Übergangsregelung bis Juni 2017 gelten ab dem 1. Juli 2017 nur noch die neuen Richtlinien.

Die Vorschriftsänderungen für die Beförderung gefährlicher Güter auf Straßen sind in der ADR 2017 (Accord européen relatif au transport international des marchandises Dangereuses par Route / Europäisches Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße) festgehalten.

Die neue Fassung des ADR beinhaltet beispielsweise neue Gefahrenstoffgruppen und Kennzeichnungen. Beim Be- und Entladen des Gefahrenguts werden neue Sicherheits- und Aufsichtspflichten eingeführt.

Werden die neuen Regelungen ab dem 1. Juli 2017 nicht eingehalten, drohen Bußgelder.

Änderungen des Glücksspielstaatsvertrags

Eine weitere Neuerung, die ab dem 1. Juli 2017 wirksam ist, betrifft die Glücksspiel-Branche. Der neue  Glücksspielstaatsvertrag besagt unter anderem, dass Spielhallenbetreiber nur noch über eine Konzession für zwölf Geräte verfügen und keine Mehrfachkomplexe mehr betreiben dürfen.

Zum Schutz vor Spielsucht wird im neuen Glücksspielstaatsvertrag  ebenfalls aufgenommen, dass der Abstand benachbarter Spielhallen mindestens 100 Meter betragen muss. Wird dieser Mindestabstand nicht gewährleistet, müssen Spielotheken im Umkreis von 100 Metern schließen.

Vielen Spielhallen droht mit dem Inkrafttreten des neuen Glücksspielstaatsvertrags das Aus. Dennoch sind Ausnahmen des Vertrages möglich.

Quelle: Wetter.com, 09.06.2017

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