Sterbehilfe-Debatte.de: Neues Infoportal zu Palliativmedizin, Hospizarbeit contra Sterbehilfe, Suizidbeihilfe

Am 10. Juli wurde das völlig überarbeitete Infoportal www.sterbehilfe-debatte.de von der InteressenGemeinschaft Kritische Bioethik Deutschland freigeschaltet. Es bietet umfassende Informationen zum Thema pro menschenwürdige Pflege, Palliativmedizin und Hospizarbeit contra Sterbehilfe und Suizidbeihilfe. Dabei spiegelt es die diesbezüglichen gesellschaftlichen und biopolitischen Debatten der letzten Jahre wider und gibt einen chronologischen Überblicke über die Entwicklungen aller Themenbereiche.

Die seit 2006 bestehende Webseite wurde mit dem Relaunch sowohl inhaltlich als auch technisch überarbeitet. Alle Informationen wurden thematisch übersichtlich sortiert, lesbar aufbereitet, systematisch ergänzt und auf den neuesten Stand gebracht. Grundlage dafür bildeten die Themenspecials, die zu bestimmten Anlässen erstellt werden. Technisch wurde die Seite zeitgemäß responsive gestaltet. Das bedeutet, das Layout passt sich allen Nutzergeräten automatisch an.

Konkret gibt es unter Sterbehilfe-Debatte.de u.a. folgende Themenbereiche:

  • Alles zur Debatte im Deutschen Bundestag um ein Verbot der Suizidbeihilfe – von Anfang bis zur Verabschiedung eines Gesetzes zum Verbot der geschäftsmäßige Förderung der Selbsttötung § 217 StGB Ende 2015.
  • Eine Rubrik „Sterbehilfe im Ausland“ mit einem Blick auf die Rechtslage und Debatten in Nachbarländern wie die Schweiz, Niederlande, Belgien und Luxemburg.
  • Ausführliche Informationen zur Debatte um die rechtliche Verbindlichkeit von Patientenverfügungen von 2004 bis 2010, bis zur Verabschiedung der entsprechenden Gesetzesregelung.
  • Informationen zur Entwicklung der Hospiz- und Palliativversorgung mit dem Hospiz- und Palliativgesetz HPG und ergänzend Infos zur Kinderhospizarbeit sowie zur Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland.
  • Menschenwürdige Pflege und die Diskussion um Pflegemissstände.

Ergänzt wird das Infoportal zur Sterbehilfe-Debatte mit einer Literaturrubrik mit ausgewählten Büchern und mit Adressen. Die Adressrubrik bietet Schwerkranken, die Angst vor unerträglichen Schmerzen / Leiden und den Wunsch nach Sterbehilfe bzw. Suizidbeihilfe haben, oder deren Angehörigen in Notsituationen Adressen z.B. von Palliativ- und Hospizdiensten als Unterstützung.

In dem Zusammenhang stellt die IG Kritische Bioethik Deutschland klar, dass sie keinerlei Ärzte vermittelt, die assistierten Suizid durchführen und Anfragen dazu zwecklos sind. Sie verweist vielmehr auf die Palliativ- und Hospizdienste. Diese können ein Sterben in Würde ermöglichen und Ängste und Schmerzen lindern. Damit schwindet der Wunsch nach Sterbehilfe in den allermeisten Fällen.

Quelle: adhoc.de, 20.07.2017

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