Schneller und leichter die Krankenkasse wechseln

Wer gesetzlich krankenversichert ist, kann seit Jahresbeginn seine Krankenversicherung schon nach zwölf anstelle von vormals 18 Monaten wechseln, sofern die zweimonatige Kündigungsfrist zum Monatsende gewahrt ist. Ein Wechsel setzt dabei nun nicht einmal mehr eine ausdrückliche Kündigung voraus, sondern vollzieht sich allein durch Antragstellung zur Aufnahme bei einer anderen Krankenkasse.

Ein Wechsel kann sich durchaus lohnen, da die Zusatzbeiträge, die die Versicherer erheben, mitunter deutlich auseinandergehen. Während der Grundbeitrag gesetzlich auf 14,6% festgeschrieben ist, soll der frei wählbare Zusatzbeitrag die Kostenlücken schließen, die bei den Krankenkassen entstehen. Durchschnittlich beträgt der Zusatzbeitrag seit der Jahreswende 1,3%.

Einen Teil zu den gestiegenen Zusatzbeiträgen hat auch die Corona-Pandemie geleistet. Denn teure Reformgesetze der Bundesregierung zur Stärkung der Pflege, viel Kurzarbeit und gestiegene Arbeitslosigkeit haben einerseits zu Ausgabensteigerungen als auch auf der Kehrseite zu Einnahmedefiziten geführt, die nur teilweise durch Sonderzahlungen des Bundes in Milliardenhöhe ausgeglichen werden können.

Der Zusatzbeitrag könnte sich im kommenden Jahr überdies fast verdoppeln, wenn der Staat den Krankenversicherern nicht unter die Arme greift, da das Niveau der gesetzlich vorgegebenen Mindestrücklagen fast erreicht ist.

Ein Hinweis zum Schluss: Sollte der Zusatzbeitrag steigen, haben Versicherungsnehmer ein außerordentliches Kündigungsrecht.

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