Drei Tipps zur Altersvorsorge von Frauen

Warum haben Frauen in Deutschland durchschnittlich eine niedrigere Rente als Männer? Häufig spielen biografische Faktoren eine Rolle – zum Beispiel berufliche Auszeiten für die Kindererziehung oder langjährige Teilzeitjobs. Rentenexpertin Daniela Steinle gibt Tipps, wie Frauen fürs Alter vorsorgen können.

Eine private Altersvorsorge ist Frauen wichtiger als Männern. Das zeigt unsere Umfrage zum Weltfrauentag. 44 Prozent der befragten Frauen halten eine eigene Vorsorge, beispielsweise mit Riester oder einer privaten Rentenversicherung, für äußerst wichtig oder sehr wichtig, aber nur 33 Prozent der Männer.

Durchschnittsrente nur halb so hoch

Fakt ist: Die Durchschnittsrente von Frauen ist nur gut halb so hoch wie die von Männern. Der Grund: Frauen haben durch ihre Erwerbsbiografie nach wie vor deutliche Nachteile gegenüber Männern. Auszeiten zur Kindererziehung und zur Pflege von Angehörigen oder auch eine langjährige Teilzeitarbeit schmälern die gesetzliche Rente oft erheblich. R+V-Rentenexpertin Daniela Steinle hat deshalb drei Tipps für Frauen zusammengestellt:

Tipp 1: Klären Sie Ihr Rentenkonto!

Daniela Steinle: „Klären Sie frühzeitig, wie hoch Ihre gesetzliche Rente voraussichtlich ausfällt und welchen Rentenanspruch Sie schon erworben haben. So können Frauen auch checken, ob alle bisherigen Jobs und Ausbildungszeiten mitberücksichtigt sind oder ob Lücken klaffen. Dann können Sie beim örtlichen Versicherungsträger die notwendigen Dokumente einreichen. Informationen gibt es unter www.deutsche-rentenversicherung.de.“

Tipp 2: Nehmen Sie staatliche Förderungen mit!

Daniela Steinle: „Die perfekte Altersvorsorge besteht aus drei Säulen: der gesetzlichen Rente, der betrieblichen und der privaten Altersvorsorge. Frauen sollten zumindest riestern. Schließlich spart der Staat hier kräftig mit. 154 Euro Förderung kommen im Jahr auf den eigenen Sparbetrag von mindestens 60 Euro jährlich oben drauf, für Mütter sogar noch mehr – pro Kind gibt es eine Zulage von 185 Euro bzw. 300 Euro. Das Schöne: Riestern können tatsächlich fast alle, nicht nur Festangestellte. Es genügt beispielsweise auch, wenn der Ehemann sozialversicherungspflichtig beschäftigt ist.“

Tipp 3: Fangen Sie so früh wie möglich an, privat vorzusorgen!

Daniela Steinle: „Frauen müssen mehr Geld für das Alter zurücklegen als Männer, denn sie bekommen im Durchschnitt nicht nur weniger Rente, sondern müssen damit auch länger auskommen: Laut Statistischem Bundesamt werden Frauen fünfeinhalb Jahre älter als Männer. Wer also schon in jungen Jahren eine eigene private Vorsorge aufbaut, hat im Alter mehr davon.“

Gastbeitrag von Dr. Karsten Eichner, Pressesprecher der R+V Versicherung.

Quelle: R+V online, 08.03.2017

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