Bargeld bald nur noch am Automaten?

Die Deutsche Bank plant, die Bargeldausgabe in Filialen bald nur noch über Geldautomaten abzuwickeln.

Gerade in Pandemiezeiten hat das bargeldlose Bezahlen einen wahren Boom erlebt und vielerorts das Bargeld überwiegend verdrängt. Diesem Trend möchte sich die Deutsche Bank nun anschließen und in den noch bestehenden Filialen bald keine Bargeldausgabe mehr am Schalter abwickeln. Die Gründe seien vielfältig, insbesondere solle der Schalter nun nur noch dem Verkauf von Krediten und weiteren Bankprodukten dienen, damit die Filialen wieder profitabel würden

Die Verbraucherzentrale sieht hier indes einen deutlichen Rückschritt für die Verbraucher und fordert gar ein gesetzgeberisches Gegenwirken, um die einfache Zugänglichkeit von Bargeld sicherzustellen.

Der Deutschen Bank zu folge sei die Versorgung jedoch durch ein flächendeckendes Netz aus Geldautomaten und die Möglichkeit, Geld in Supermärkten abzuheben, gesichert. Außerdem erfolge die Abschaffung nur unter Betrachtung der lokalen Nachfrage.

Welche Versicherung braucht mein Hund?

Wir Menschen schützen uns mit allerlei Versicherungen vor diversen wirtschaftlichen Risiken. Doch in welchem Umfang ist ein solcher Schutz auch für unsere vierbeinigen Gefährten erforderlich?

Im Folgenden soll der Blick auf Hundhaftpflichtversicherungen und Tierkrankenversicherungen gerichtet werden.

Hundehaftpflichtversicherung

Eine Haftpflichtversicherung greift, wenn sich jemand (leicht) fahrlässig schadensersatzpflichtig gemacht hat (z.B. die Vase eines Freundes umgestoßen). Doch was passiert, wenn der eigene Hund eben diese Vase umstößt? Dann ist ein Blick in der private Haftpflichtversicherung angezeigt, Meistens sind Hunde dort nicht mit eingeschlossen. Das wiederum heißt, dass der Hundehalter mit seinem gesamten Vermögen den entstehenden Schaden ersetzen muss.

Und dieser Schaden kann beträchtlich sein, wenn man sich vorstellt, der Hund ist auf die Straße gelaufen und hat einen Verkehrsunfall verursacht – ganz unabhängig von einem Verschulden des Halters.

Tipp: Kleinere Haustiere wie Kaninchen oder Katzen sind häufig in der priv. Haftpflichtversicherung bereits eingeschlossen. Auch hier hilft ein Blick in die Unterlagen oder die Frage beim Vertreter.

Für Hunde ist eine spezielle Hundehaftpflichtversicherung angeraten, die bei Schadensverursachungen durch den Hund einspringt. Enthalten sein sollten folgende Punkte:

  • Personen- und Sachschäden (bis 15 Mio. EUR)
  • Bestehen bei unwissentlichem Verstoß gegen Leinen- oder Maulkorbpflicht
  • Schäden in Mietwohnung (bis 500.000 EUR)
  • Z.B.: Zeugung ungewollten Nachwuchses an teurer Rassehündin

Preislich finden sich entsprechende Versicherungen schon ab 50 EUR pro Jahr.

In NRW besteht für Hunde ab 40cm Schulterhöhe, oder 20Kg Gewicht, sowie besondere gefährliche Hunderassen eine Versicherungspflicht.

Tierkrankenversicherung

Auch Tiere können krank werden und teure Behandlungen erforderlich machen. Doch rechtfertigt dies den Abschluss einer speziellen Tierkrankenversicherung? Dies hängt stark von den persönlichem Umständen und dem Gesundheitszustand des Tieres ab, denn ein siebenjähriger Labrador Retriever kann in der Versicherung pro Jahr um die 4960 EUR kosten. Und ob dann wirklich jede Behandlung in voller Höhe ersetzt wird, ist bei vielen Versicherungen auch fraglich, da manchmal nur der zweifache Satz der Gebührenordnung anstelle des in Rechnung gestellten dreifachen Satzes übernommen wird.

Standardbehandlungen wie Kastration, Kennzeichnung mit einem Chip oder Impfungen sind vielfach auch nicht enthalten.

Ein zweckgerichtetes Sparen kann hier jährliche Ausgaben reduzieren.

Mehr Infos: GA Bonn, 31.01.22, S. 6

Aufstand der Senioren gegen Bankendigitalisierung

Wer seine Geldgeschäfte regeln oder einfach nur Geld abheben wollte, tat das bis vor wenigen Jahren noch fast ausschließlich am Schalter in der Bank vor Ort. Doch dass seit geraumer Zeit immer mehr Bankfilialen geschlossen oder durch so genannte SB-Filialen und Online-Banking ersetzt werden, dürfte jedenfalls jedem außerhalb großer Innenstädte aufgefallen sein.

Das mag für junge Menschen kein Problem sein, die sich auch gerne von vornherein für rein digitale Banken entscheiden. Doch für ältere Menschen kann diese Entwicklung ernsthaft problematisch sein. Viele sind schlicht nicht firm genug im Umgang mit Computer, Smartphone und Co., um sich schnell und vor allem sicher um ihre Konten zu kümmern.

Diese Entwicklung hat in Spanien nun derart hohe Wellen geschlagen, dass sich sogar der Chef der Zentralbank hierzu äußern und Besserung im Umgang mit Kunden älteren Semesters versprechen musste. Doch wie kam es dazu?

Auslöser ist die Online-Initiative des pensionierten spanischen Arztes Carlos San Juan. Unter dem reißerischen Titel „Ich bin zwar alt, aber kein Idiot“ (span.: SoyMayorNoIdiota) rief er im Internet zu Unterschriften anderer Senioren auf, die sich von Ihren Banken im Stich gelassen fühlen und Hilfe bei der Abwicklung ihrer Bankgeschäfte benötigen. Ingesamt kamen so über 600.000 Unterschriften zusammen, die der San Carlos dem Wirtschaftsministerium unter großem medialen Interesse übergab.

Hochrangige Vertreter von Staat und Banken zeigten sich zwar verständnisvoll und gelobten Besserung, doch den Initiator vermochten sie damit noch nicht zu beschwichtigen. Solange er keine tatsächliche Besserung sehe, werde er nicht aufhören, für eine Bank „[o]hne technologische Hindernisse und mit mehr Menschlichkeit“ einzutreten.

Die subjektive Wahrnehmung, dass immer mehr Personal und Filialen abgebaut werden, wird in Spanien mit den drastischen Zahlen seit der Wirtschaftskrise 2008 untermauert: Seither wurden mehr als 100.000 Arbeitsplätze im Bankensektor abgebaut und und über 50% aller Geschäftsstellen geschlossen – das bei einem Reingewinn der größten spanischen Banken in ihren letzten Jahresbilanzen von knapp 20 Milliarden Euro.

Mehr Informationen: GA Bonn, 11.02.22, S. 27

Neue Umgangsformen in digitaler (Geschäfts-)Welt?

Kurzformen und Floskeln haben dank digitaler Medien und dem Boom von Chat-Messengern einen wahren Aufschwung erlebt – und der macht auch nicht vor der geschäftlichen Kommunikation Halt, sondern führt Hand in Hand mit gendersensibler Sprache zu einem langsamen Wandel der Kommunikationskultur.

Wer früher mit „Sehr geehrte(r) Herr/Frau XY“ angesprochen und mit „Hochachtungsvoll“ verabschiedet wurde, der sieht sich heute mancherorts nur noch von „Guten Tag XY“ und „Liebe Grüße“ angesprochen. Geschlechterspezifische Anreden kommen damit genauso außer Mode wie all zu starre Förmlichkeiten.

Gerade Online-Unternehmen neigen gar dazu, ihre Kunden nur noch mit dem Vornamen anzureden. Und wo jungen Menschen dies häufig schon überhaupt nicht mehr auffällt, da kann es bei älteren Menschen auf Unverständnis stoßen. „Ich habe Ihnen aber nicht erlaubt, mich zu duzen“, kann man dann zu hören bekommen.

Es erweist sich damit zunehmend als Gratwanderung, wie man seine Korrespondenz nach außen gestaltet. Und wie man sich schlussendlich entscheidet hängt maßgeblich von der eigenen Zielgruppe, dem eigenen Kundenkreis und der gewünschten öffentlichen Reputation ab. Das Bundesinnenministerium empfiehlt zwar zwar weiterhin, ein Schreiben mit „Sehr geehrte(r) Herr/Frau“ zu beginnen und wahlweise „Mit vorzüglicher Hochachtung“ oder „Mit freundlichen Grüßen“ zu enden, aber so lange orthografisch und grammatikalisch alles stimmt, ist jede Version denkbar. Auch ein informelles „Hallo“ bei schon länger bestehendem Kontakt kann vollkommen ausreichen. Wertschätzung, Respekt und ein Hauch Positivität sollten jede Form der Kommunikation prägen.

Wir bei Privatbüro Plus treten unseren Kundinnen und Kunden natürlich stets förmlich und mit der gebotenen Höflichkeit gegenüber, die von einer geschäftlichen und höchst vertraulichen Beziehung gefordert wird.

Welche Vorsorge für den Todesfall unabdingbar ist

Der Tod ist immer ein schwieriges Thema, umso mehr der eigene. Doch warum eine gute Vorsorge auch hier im Fall der Fälle eine immense Erleichterung für die Hinterbliebenen bedeutet, sollte nicht unterschätzt werden.

Wo fängt man an, wenn man die Zeit nach dem eigenen Ableben planen soll? Am besten fängt man schon einen Schritt vorher an. Eine Patientenverfügung kann regeln, ob und wenn ja welche lebenserhaltenden Maßnahmen gewünscht werden. In diesem höchst sensiblen Bereich zählt jedoch jedes Wort, sodass Sie sich hier am besten mit ihrem Hausarzt, Anwalt oder Notar besprechen, um eine auch im Ernstfall belastbare schriftliche Handlungsgrundlage für Ihre Angehörigen zu haben.

Führen Sie zudem eine Liste mit allen Ihren Verträgen und regelmäßigen Ausgaben bereits zu Lebzeiten, erleichtern Sie ihren Angehörigen die Abwicklung des Nachlasses in nicht unerheblichem Maße.

Die Privatbüro Plus Notfallmappe gibt Ihnen einen strukturierten Leitfaden an die Hand, um alle notwendigen Dokumente zu sammeln, aufzubewahren und zu aktualisieren. Natürlich übernehmen auch wir gerne für Sie die Zusammenstellung und Pflege Ihrer Notfallmappe.

Auch ein Testament sollte in diesem Rahmen seine berechtigte Rolle spielen, aber keine Informationen enthalten, die unmittelbar beim Todesfall relevant, sind, da es regelmäßig erst mit einem zeitlichen Abstand eröffnet wird.

Im nächsten Schritt sollten Sie sich um die unmittelbare Bestattungsvorsorge kümmern. Hier werden Punkte wie Art der Beisetzung, Zeremonie und nicht zuletzt Finanzierung relevant. Eine durchschnittliche Bestattung kostet zwischen 1900 und 2500€ – aufgrund der zunehmenden Lieferengpässe und Holzknappheit mit steigender Tendenz. Zahlungsverpflichtet sind die Erben.

Wer das Geld nicht auf einmal aufbringen kann, sollte sich beispielsweise um eine Sterbegeldversicherung bemühen, die gegen einen monatlichen Beitrag im Todesfall ausgezahlt wird. Bestatter bieten darüber hinaus häufig auch die Möglichkeit, Geld treuhänderisch zu verwalten und für den Todesfall zurückzuhalten. Wenn Sie sich bereits um die Finanzierung gekümmert haben, nehmen Sie Ihren Angehörigen/Erben in dieser Zeit viel Arbeit ab.

Als Erbe sollte man sich bewusst sein, dass allein die Erbenstellung bei vielen Behörden und Unternehmen keine Handlungsoptionen eröffnet, sondern Sie sich durch einen Erbschein legitimieren müssen. Diesen erhalten Sie beim Standesamt nach Vorlage von Totenschein, Personalausweis, sowie Geburtstag- oder Heiratsurkunde. Die Kosten für einen Erbschein bestimmen sich nach der Höhe des Nachlasswertes und können hier eingesehen werden.

Weiterhin muss nun der Bestatter kontaktiert werden, um den Verstorbenen abzuholen und für die Beisetzung oder den Transport ins Krematorium vorzubereiten. Hierzu reicht in der Regel eine telefonische Kontaktaufnahme, bei der die notwendigen Informationen weitergegeben werden können.

Als Erbe müssen Sie zudem entscheiden, ob Sie das Erbe annehmen oder ausschlagen, möchten Sie es ausschlagen, haben Sie hierfür lediglich eine Sechswochenfrist – zügiges Handeln ist also angesagt. Die Annahme wird am besten durch Beantragung des Erbscheins erklärt, kann sich jedoch auch konklundent ergeben. Um die nötige Zeit hierfür zu haben, kann es sinnvoll sein, sich Urlaub zu nehmen. Sonderurlaub wird in der Regel nur bei nächsten Verwandten gewährt, alles andere ist eine Frage der Absprache mit dem Arbeitgeber.

Wenn Sie Ihre Nachlassangelegenheiten und die Abwicklungen aller Nachlassfragen in guten Händen wünschen und sich selbst so wenig Gedanken wie möglich darum machen wollen, stehen wir Ihnen jederzeit mit Rat und Tat zur Seite und beraten Sie stets objektiv und mit viel Erfahrung auf diesem höchst sensiblen Gebiet.

Wenden Sie sich gerne unverbindlich an uns:
Tel.: 0228.24 33 17 77
Mail: info@privatbuero-plus.de

Eine Haftpflichtversicherung ist Pflicht

Etwa 18% der deutschen Haushalte haben keine Privathaftpflichtversicherung. Doch gerade auf sie sollte man keineswegs verzichten.

Im Wort Privathaftpflichtversicherung stecken die Werte „Haft“ von Haftung und „Pflicht“. Es geht also um die eigene Pflicht für schädigendes Verhalten zu haften. Denn zunächst haftet man für jeden angerichteten Schaden, ob vorsätzlich oder fahrlässig und muss die entstandene Werteinbuße ersetzen. Das kann der Kratzer an den Möbeln beim Umzug, die umgestoßene Vase bei den Nachbarn oder die Verletzung bei einem Autounfall sein. Und gerade beim letzten Fall wird schon deutlich: das kann teuer werden. Personenschäden reichen schnell in siebenstellige Beträge hinein und können ohne passende Versicherung den finanziellen Ruin begründen.

Darum sollte man sich um eine Privathaftpflichtversicherung bemühen, die im Schadensfall einspringt und den Geschädigten finanziell befriedigt. Die Deckungssummen liegen meist zwischen 5 und 10 Millionen Euro bei Beiträgen von meist nur um die 60 Euro pro Jahr.

Unser Tipp: Die Stiftung Warentest untersucht regelmäßig Angebote von Versicherungen und vergleicht die Angebote auf dem Markt. Ihr Ranking kann ein guter Indikator für die eigene Wahl sein.

Grundlegend sollte darauf geachtet werden, in welcher Lebenssituation man sich befindet: Als Single kann man sich alleine absichern, als Familie sollten auch der Ehegatte und die Kinder (auch nach Erreichen der Volljährigkeit und vor Abschluss der ersten Berufsausbildung) mitversichert sein und auch als (verheiratetes) Paar kann man einen gemeinsamen Tarif andenken.

In jedem Fall sollte man an den Umstand denken, dass sich die Mitversicherten (hoffentlich unabsichtlich) gegenseitig schädigen. Nur wenn „Haftungsansprüche untereinander“ im Vertrag abgedeckt sind, ist man auch vor dieser Art Forderung gefreit.

Weiterhin sollte eine „Forderungsausfalldeckung“ enthalten sein, die für den Fall einspringt, dass Sie als Versicherter geschädigt werden, aber Ihr Schädiger seinerseits weder eine Versicherung hat, noch zahlungsfähig ist.


Auch wenn die private Haftpflicht nun wie ein „Rundum-Sorglos-Paket“ klingen mag, sollten Sie beachten, dass die Versicherungen meist ab dem ersten Schadensfall zur Kündigung berechtigt sind. Und bei Abschluss einer neuen Versicherung müssen Sie angeben, ob Ihnen gekündigt wurde oder ob Sie selbst gekündigt haben. Der erste Fall erschwert meist das Finden eines Nachversicherers. Wenn möglich, meiden Sie es am besten, jeden Kleinstschaden zu melden, sondern beschränken Sie sich auf größere Schadenssummen.

Wenn Sie noch Fragen zu diesem Thema oder zu Ihrer privaten Vorsorge haben, melden Sie sich gerne unverbindlich bei uns, wir vermitteln Ihnen auch gerne Versicherungsexperten aus unserem Netzwerk.

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Was passiert mit verschmutztem Bargeld?

Die Flutkatastrophe im Ahrtal hat freilich keinen Bogen um Bargeldbestände von Privatpersonen und Banken gemacht. Doch was kann man mit dem verschlammten Geld jetzt noch anfangen?

Eines vorweg: Verschlammtes Geld (ob Münzen oder Scheine) erfüllt teilweise nicht mehr alle notwendigen Sicherheitsmerkmale und kann damit nicht unproblematisch als Zahlungsmittel eingesetzt werden. Auch sollte es nicht über Geldautomaten auf das eigene Konto gezahlt werden, dies kann die Automaten beschädigen.

Die Bundesbank unterhält ein „Nationales Analysezentrum für Falschgeld und verschmutztes Bargeld“, hierher kommen pro Jahr im Schnitt Banknoten im Wert von 40 Millionen Euro, die getrocknet, gesäubert und im Zweifel vernichtet werden. Doch alleine im Zeitraum von Ende Juli 2021 bis Ende Oktober 2021 haben rund 65 Millionen Euro das Analysezentrum erreicht – und große Teile der eingereichten Banknoten sind sehr erheblich verschmutzt.

Der Grund liegt auf der Hand: Einerseits wurden bei der Flut im Ahrtal die Bargeldbestände von Privatpersonen in Mitleidenschaft gezogen, und gleichzeitig standen auch die Keller der dort ansässigen Banken unter Wasser. Und da die Banken ihre Tresore üblicherweise unter Tage aufstellen und die wenigstens Räume effektiv gegen das Eindringen von Wasser geschützt waren, liefern nun auch Banken wie die Kreissparkasse Ahrweiler ihre Geldbestände an die Bundesbank.

Um diese Massen zu bändigen schaffte die Bundesbank kurzerhand Wäschetrockner an, mit deren Hilfe das feuchte Geld vor dem händischen Sortieren getrocknet wird. Dennoch dauert die Bearbeitung aktuell noch zwischen sechs und acht Wochen.

Die Banken wollen künftig mitunter mit wasserdichten Räumen oder höhergelagerten Schließfächern vorsorgen.

Für Privatpersonen empfiehlt es sich, wichtige Dokumente zu digitalisieren und an einem sicheren Ort zu speichern. Weiterhin kann man darauf achten, dass die Hausratversicherung Schließfächer mit abdeckt oder ob eine zusätzliche Schließfachversicherung abgeschlossen werden sollte. Wer noch beschädigtes Geld bei sich hat, sollte es bei seiner Hausbank am Schalter vorlegen und abklären lassen, wie am besten weiter verfahren wird.

Wenn Sie Fragen zum Thema der richtigen Vorsorge haben, wenden Sie sich gerne unverbindlich an uns:

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Vertrauen ist gut – Kontrolle aber auch

Navigationssysteme sind eine wirklich praktische Sache. Man startet sie zu Beginn der Fahrt und wird fortan akustisch sowie optisch durch das Straßenlabyrinth geführt. Doch dass blindes Vertrauen in die Navigationsansagen auch nach hinten losgehen kann, bewies zuletzt ein 92-jähriger Senior aus Bad Hersfeld.

Er wollte morgens von seiner Heimat nach Nidderau im Mainz-Kinzig-Kreis aufbrechen, doch vertat er sich bei der Adressangabe. Anstelle der knapp 135 Kilometer zur Einschulung seiner Enkelin, begab er sich auf eine Reise über 530 Kilometer nach Rostock. Der Mann vertraute blind seinem Navigationssystem und verfehlte so die angepeilte Einschulung.

Der Mann wurde dann von seinem Sohn als vermisst gemeldet und nach anderen fehlgeschlagenen Versuchen über sein Telefon geortet.

Das Wichtigste zum Schluss: Der Mann ist wohlauf.

Falls Sie Fragen zu Ihrer Verwaltung (oder Ihres Navigationssystems) haben, dann melden Sie sich gerne unverbindlich bei uns:

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Umzugsunternehmen – Spreu und Weizen

Nur rund ein Sechstel der jährlich Umziehenden gibt an, ein Umzugsunternehmen zu beauftragen. Gleichzeitig häufen sich gerade in großen Städten die Werbeanzeigen vieler Umzugsunternehmen. Häufig befinden sich hierunter schwarze Schafe, denen man beim meist eh schon stressigen Umzug besser aus dem Weg gehen sollte. Wie Sie das machen, dazu haben wir Ihnen einige Tipps zusammengestellt.

Zunächst kann man dazu raten, sich nach Umzugsunternehmen nicht nur im Internet umzuschauen. Fragen Sie Ihre Familie oder Bekannten nach Erfahrungen mit Unternehmen, die diese bereits beauftragt haben. Auf diese Weise können Sie schnell ein seriöses Unternehmen ausfindig machen.

Kennen Sie niemanden, der in letzter Zeit mit professioneller Hilfe umgezogen ist, lohnt sich auch der ein oder andere Blick auf Schwarze Bretter in Supermärkten, Unis oder Gemeindeverwaltungen. Wer dort mit mehr als nur einer Telefonnummer oder E-Mail-Adresse für seine Dienste wirbt, kann schon mal in die engere Auswahl genommen werden. Und natürlich hilft dennoch das Internet weiter. Suchen Sie auch hier auf den einschlägigen Plattformen nach Anbietern, aber lassen Sie sich nicht von hochpolierten Seiten blenden, sondern schauen Sie nüchtern auf das Impressum. Ist hier eine Adresse angegeben, hinter der sich ein Firmengelände verbirgt? Aufschluss hierüber gibt eine schnelle Suche bei Google Maps. Wenn sich hinter der Adresse nur ein einfaches Wohnhaus verbirgt, stehen die Zeichen schlecht, dass hier ein großes Umzugsunternehmen zu Gange ist.

Weiterhin geben Mitgliedschaften in großen Verbänden (z.B.: AMÖ) einen Hinweis auf die Seriosität, da dort eingeschriebene Anbieter häufig kontrolliert werden.

Haben Sie eine Auswahl getroffen, achten Sie auch unbedingt auf die AGB. Auf unzulässige Haftungsausschlüsse müssen Sie sich nicht einlassen und wenn jeder Blumentopf einzeln abgerechnet wird, kann das die Rechnung auch unerwartet in die Höhe treiben. Außerdem kann man zu einem Ortstermin im Vorfeld raten. Ein seriöses Umzugsunternehmen kann sich so ein Bild von Lage und Einrichtung machen und einen realistischen Preis abschätzen. Für Begehungen gibt es bisweilen sogar Online-Programme. Ein Festpreis, ohne die Wohnung je gesehen zu haben, ist ein schlechtes Zeichen.

Abschließend sei noch auf die Haftung hingewiesen. Dem Grunde nach haftet ein Umzugsunternehmen für vorsätzlich und fahrlässig verursachte Schäden. Die Haftung kann aber vertraglich begrenzt sein.

Gerne helfen wir Ihnen bei der Suche nach dem richtigen Umzugsunternehmen. Melden Sie sich unverbindlich bei uns:

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Welche Daten kann ich von meinem Computer nach der Flut noch retten?

Wer sein Büro im Keller hat oder bei dem das Wasser bei der Flut vor einigen Wochen bis in Erd- oder 1. Obergeschoss stand, der wird zwangsläufig auch Angst um seine Daten auf Computer, Laptop und Co. haben. Wir haben für Sie einige Tipps zusammengestellt, welche Daten Sie wir noch retten können.

Die gute Nachricht vorab: viele Datenträger sind gegen das Eindringen von Staub und Wasser geschützt. Die Chancen stehen also gut, dass es noch etwas zu retten gibt. Der Computer als solches sollte dagegen nicht mehr genutzt werden. Hier ist das Risiko zu hoch, dass sich feine Risse auf den Leiterplatinen gebildet haben und unter Strom brechen können. Dies könnte zu einem Totalschaden des PCs und einem vollständigen Datenverlust führen.


Schritt 1: Neuer Datenträger

Im ersten Schritt benötigen Sie einen neuen, unbeschädigten Datenträger. Hierauf können Sie noch vorhandene Daten sichern und später auf einen neuen Computer übertragen.

Schritt 2: Art des Datenträgers bestimmen

Nun müssen wir feststellen, um welche Art von Speicher es sich handelt. Hierzu muss dieser erst aus dem Computer ausgebaut werden. Ausführliche Anleitungen hierzu finden Sie hier:

Festplatte ausbauen Computer

Festplatte ausbauen Laptop

Bei Computern unterscheidet man in der Regel zwischen HDDs, herkömmlichen SSDs und M.2 SSDs. Anhand der nachfolgenden Bilder können Sie feststellen, um welchen Datenträger es sich bei Ihnen handelt.

HDDs und SSDs sind in der Regel sehr gut gegen das Eindringen von Wasser geschützt. Zwar gibt es ein kleines Loch im Deckel zur Entlüftung, hierunter verbirgt sich aber meist ein Aktivkohlefilter, der effektiv das Eindringen des Wassers verhindert und so Ihre Daten schützt. Bei M.2 SSDs liegen die Platinen frei und offen, sodass sich leicht Schlamm hierauf absetzen und den Kreislauf beschädigen kann. Seien Sie hier im nächsten Schritt also besonders vorsichtig.

Schritt 3: Festplatten reinigen

Da die Festplatten häufig mit Schlamm in Kontakt kamen, dessen Herkunft und Zusammensetzung ungewiss sind, sollten die Festplatten zunächst gereinigt werden. Spülen Sie die Platten daher vorsichtig mit klarem Wasser ab (am besten nehmen Sie nur ein nasses Tuch) und lösen Sie so den Schlamm. Nehmen Sie nun etwas destilliertes Wasser, um die mineralischen Rückstände des Leitungswassers zu lösen und Kurzschlüsse später zu vermeiden. Um nun eine vollständige Reinigung zu gewährleisten, können Sie Platte fürderhin mit einem in 99,9% Isopropanol getunkten Tuch abwischen. Isopropanol ist ein Alkohol, der rückstandsfrei verdunstet und in der Apotheke erhältlich ist.

Mit einem Wattestäbchen können Sie die Anschlüsse der Festplatte reinigen und vom Schlamm befreien, sodass alle Kontakte wieder freiliegen.

Nach der Reinigung ist vor dem Trocknen. Sie sollten die Festplatte nun auf jeden Fall einen Tag gut durchtrocknen lassen – aber lassen Sie sie nicht in der sommerlichen Sonne liegen, das kann wiederum schaden. Bewährt hat es sich, einen Beutel mit Reis zu füllen und hierin die Festplatte zu lagern. Der Reis sorgt für ein trockenes Klima, das die Feuchtigkeit aus den Einzelteilen herauszieht.

Schritt 4: Den richtigen Adapter finden

Sind die Festplatten ausgebaut und gereinigt, müssen sie an einen neuen Computer angeschlossen werden. Die meisten Festplatten werden über einen sog. SATA-Anschluss betrieben. Das ist der kleine flache Stecker mit dem Haken nach unten. Hierfür gibt es sehr günstige USB-Adapter. Hier bauen Sie die Festplatte ein und schließen sie per USB an Ihren neuen Computer an. Am besten handelt es sich dabei um einen aktiven Adapter, der im Falle eines Kurzschlusses nur selbst in die Knie geht und Ihren Computer unbeschadet lässt.

Schritt 5: Daten sichern

An Ihrem neuen PC angeschlossen sollten die Festplatten als ganz normale USB-Datenträger erkannt werden. Diese lassen sich unter Windows im Datei-Explorer oder unter Mac im Finder öffnen und von dort aus die Daten auf den neuen Datenträger übertragen. Auch wenn die Festplatte jetzt noch funktioniert, sollten Sie sich nicht dazu verleiten lassen, sie weiter zu benutzen. Gerade Festplatten auf Basis von Magnetscheiben sind extrem empfindlich und schon Verunreinigungen kleiner als ein Staubkorn zwischen Disc und Lesekopf können zu irreparablen Schäden führen. Kopieren Sie alles, was Sie kopieren können und sichern Sie es auf der neuen Festplatte.

Für die Zukunft würden wir Ihnen auf jeden Fall zu separat gespeicherten Backups raten. Dann können Daten bequem über das Netzwerk wiederhergestellt und eine defekte Festplatte getrost vergessen werden.

Können wir Sie auch bei Ihrer privaten Verwaltung unterstützen? Melden Sie sich gerne unverbindlich:

Tel.: 0228.24 33 17 77
Mail: info@privatbuero-plus.de