Pflege – sind Sie gut für den Ernstfall abgesichert?

Pflegebedürftigkeit – alt sein und Hilfe benötigen – ein Thema, das viele Menschen gerne ausblenden. Die „Jungen” sehen keine Veranlassung, sich mit dem Thema zu befassen – die „Best-Ager” in der Altersgruppe 50+ fühlen sich häufig auch noch viel zu fit, um sich ernsthaft damit zu befassen. Viele glauben auch, sie wären über unsere staatlichen Sozialsysteme hinreichend abgesichert und bräuchten sich keine Gedanken zu machen – weit gefehlt. Die gesetzliche Pflegeversicherung ist bestenfalls eine Teil-Kasko-Absicherung – das haben im Laufe der Zeit auch viele Politiker bestätigt und daran ändern auch die umfangreichen Reformen der letzten Jahre nichts.

Das ändert sich zum 1.1.2017 bei der gesetzlichen Pflegeversicherung

Beim Thema Pflege hat sich einiges getan in den letzten Jahren – die Leistungen wurden im Zuge des Pflegestärkungsgesetz I (PSG I) in mehreren Schritten erhöht – insbesondere für Personen mit stark eingeschränkter Alltagskompetenz (wovon insbesondere Demenz-Kranke betroffen sind) wurden die Leistungen schrittweise verbessert. Durch das Pflegestärkungsgesetz II (PSG II) wird die Reform zum 1.1.2017 vollendet – dabei ändern sich nicht nur einzelne Leistungswerte, sondern der Begriff der Pflegebedürftigkeit wird komplett erneuert.

Gab es bislang 3 Pflegestufen und den Begriff der eingeschränkten Alltagskompetenz, so wird es ab Januar 2017 5 Pflegegrade geben. Stand bislang im Fokus, welche körperlichen Einschränkungen der Pflegebedürftige hat, so kommt es künftig darauf an, inwieweit ein selbstständiges Leben möglich ist (ggf. auch mithilfe von Hilfsmitteln) – davon profitieren künftig Menschen mit geistigen Erkrankungen wie Demenz  – diese könnten künftig auch direkt in einen der höheren Pflegegrade eingestuft werden, wenn die Erkrankung schon so weit fortgeschritten ist, dass viel Hilfe benötigt wird.

Die Leistungen ändern sich zwar im Zuge des PSG II zum Januar 2017 ebenfalls, allerdings werden diese nicht gravierend erhöht, sondern es findet vielmehr eine Umverteilung statt. Bei stationärer Pflege etwa müssen Pflegebedürftige im Pflegegrad 2 künftig z.B. einen höheren Eigenanteil bezahlen wie derzeit bei stationärer Pflege in Pflegestufe I. Bei Pflegestufe III hingegen zahlt man heute im Pflegeheim mehr wie künftig bei Pflegegrad 4 oder 5 – die Eigenbeteiligung im Fall stationärer Pflege wird durchgängig von Pflegegrad 2 bis 5 immer gleich ausfallen.

Die gesetzlichen Leistungen reichen auch ab 2017 nicht aus

Doch Fakt ist und bleibt: Auch mit der Pflegereform 2017 bleibt die gesetzliche Absicherung eine Teilversicherung – jeder muss einen Teil seiner Pflegekosten selbst tragen. Und das kann in Summe sehr viel werden. Das Risiko, dass wir pflegebedürftig werden ist nicht gering: etwa zwei drittel aller Frauen werden im Laufe ihres Lebens pflegebedürftig – bei Männern ist es zumindest jeder zweite. Ein durchschnittlicher Pflegefall dauert rund 6 Jahre an – dabei gehen schnell 5stellige Summen und mehr drauf, die das Erbe schmälern oder den Partner und die eigenen Kindern in Bedrängnis bringen können. Mit Ihrem Partner bilden sie (übrigens auch dann, wenn Sie nicht verheiratet sind) eine Bedarfsgemeinschaft und müssen gegenseitig für etwaige Pflegekosten aufkommen – bei den Kindern sieht es ähnlich aus – das Sozialamt springt zwar zunächst ein, doch werden die Kinder in Anspruch genommen, wenn deren Einkommen über den Festlegungen für den notwendigen Eigenbedarf der Düsseldorfer Tabelle liegt.

Wer sein Vermögen und seine Angehörigen schützen möchte, sollte rechtzeitig eine private Pflegeversicherung abschließen – je früher der Abschluss erfolgt, desto günstiger ist der Einstieg, denn die Beiträge berechnen sich nach dem Eintrittsalter. Welche Versicherung geeignet ist, lässt sich leicht feststellen. Im Internet bieten viele Anbieter einen Pflegezusatzversicherung Vergleich an. Achten Sie darauf, einen möglichst großen und stabilen Anbieter zu wählen, der möglichst finanzstark ist – das kann auch gut für die künftige Beitragsstabilität der abgeschlossenen Versicherung sein. Derzeit haben viele private Anbieter angekündigt, ihre Tarife zum Januar 2017 auf die neuen Modalitäten umzustellen – allerdings haben noch nicht alle Gesellschaften bekanntgegeben, wie das genau aussehen wird. Derzeit ist also zu überlegen, noch einige Monate mit dem Abschluss der Pflegezusatzversicherung zu warten und zu schauen, wie die neuen Tarife genau aussehen werden.

Kandidatur von Petra Mellinghoff zur IHK Vollversammlung

ihk-bild-brief

Sehr geehrte Damen und Herren,

im September 2016 sind rund 53.000 Mitglieder IHK Bonn Rhein-Sieg erneut aufgerufen, die Mitglieder für die Vollversammlung zu wählen.

In diesem Jahr kandidiere ich zum ersten Mal in der Wahlgruppe XII Verbraucher- und Unternehmensnahe Dienstleistungen Wahlbezirk – Stadt Bonn.

Ich möchte Sie motivieren zu wählen und die IHK als aktives Mitglied zu unterstützen!

Seit 2003 bin ich mit einem Unternehmen für Büroorganisation mit Sitz in Bonn-Röttgen selbstständig. Wir haben uns inzwischen auf die  Verwaltung von Privatpersonen spezialisiert. Die Privatbüro Plus GmbH bietet Lebensqualität wie Sie unserer Website www.privatbuero-plus.de gut entnehmen können. Wir  betreuen mittlerweile rund 170 ältere und manchmal auch jüngere Bürgerinnen und Bürger von Köln bis Koblenz und Rheinbach bis Hennef – und seit 1. April auch in Berlin.

Seit 13 Jahren bin ich Mitglied der IHK Bonn Rhein-Sieg und habe viel positive Unterstützung aus diesem Hause erfahren. Und ganz besonders wichtig ist mir das große Netzwerk in und um die IHK Bonn Rhein-Sieg bis hin nach Köln und auch Berlin.

Bitte helfen Sie uns, das Netzwerk auszubauen und geben Sie mir Ihre Stimme! Ich möchte mich auch für Ihre Belange in der Vollsammlung einsetzen.

Sollten Sie mich persönlich kennenlernen wollen, wählen Sie 0228-24331777.
Ich freue mich auf Ihren Anruf – und Ihre Stimme!

Mit freundlichen Grüßen

Petra Mellinghoff

Bonn-Röttgen, im August 2016

Fünf Tipps gegen Alzheimer

Bislang ist die Alzheimer-Krankheit nicht heilbar und ein Patentrezept zur Vorbeugung gibt es auch nicht. Bekannt ist aber, dass sich Körper und Geist fit halten lassen, durch ausreichend Bewegung und Denkaufgaben. Die gemeinnützige Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) empfihelt folgende fünf Tipps für ein gesundes Altern.

Bewegung
Was gut für Ihr Herz ist, ist auch gut für Ihr Gehirn. Dazu gehört auch, sich ausreichend zu bewegen – 150 Minuten pro Woche wären
ideal.

Geistige Fitness
Lernen Sie Neues – auch im Alter. Das fördert Ihre geistige Reserve. Egal ob ein Musikinstrument, eine Sprache oder der Umgang mit
Computern, probieren Sie etwas Neues aus.

Ernährung
Orientieren Sie sich an der klassischen mediterranen Ernährung. Essen Sie viel Obst und Gemüse, Olivenöl und Nüsse. Bevorzugen Sie Fisch an Stelle von rotem Fleisch.

Soziale Kontakte
Verabreden Sie sich zum Sport, zum Musizieren, zum Kartenspielen oder zum gemeinsamen Kochen. Suchen Sie sich Mitstreiter in Ihrer Familie, Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis, in Vereinen oder an der Volkshochschule.

Medizinische Vorsorge und weitere Risikofaktoren
Geben Sie auf sich Acht und gehen Sie regelmäßig zum Arzt. Lassen Sie Blutdruck, Cholesterin, Blutzucker und Diabetes überprüfen. Genießen Sie Alkohol in Maßen und verzichten Sie auf Tabakkonsum.

Zusätzliche Informationen

  • Quelle(n): Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI)