Neue Umgangsformen in digitaler (Geschäfts-)Welt?

Kurzformen und Floskeln haben dank digitaler Medien und dem Boom von Chat-Messengern einen wahren Aufschwung erlebt – und der macht auch nicht vor der geschäftlichen Kommunikation Halt, sondern führt Hand in Hand mit gendersensibler Sprache zu einem langsamen Wandel der Kommunikationskultur.

Wer früher mit „Sehr geehrte(r) Herr/Frau XY“ angesprochen und mit „Hochachtungsvoll“ verabschiedet wurde, der sieht sich heute mancherorts nur noch von „Guten Tag XY“ und „Liebe Grüße“ angesprochen. Geschlechterspezifische Anreden kommen damit genauso außer Mode wie all zu starre Förmlichkeiten.

Gerade Online-Unternehmen neigen gar dazu, ihre Kunden nur noch mit dem Vornamen anzureden. Und wo jungen Menschen dies häufig schon überhaupt nicht mehr auffällt, da kann es bei älteren Menschen auf Unverständnis stoßen. „Ich habe Ihnen aber nicht erlaubt, mich zu duzen“, kann man dann zu hören bekommen.

Es erweist sich damit zunehmend als Gratwanderung, wie man seine Korrespondenz nach außen gestaltet. Und wie man sich schlussendlich entscheidet hängt maßgeblich von der eigenen Zielgruppe, dem eigenen Kundenkreis und der gewünschten öffentlichen Reputation ab. Das Bundesinnenministerium empfiehlt zwar zwar weiterhin, ein Schreiben mit „Sehr geehrte(r) Herr/Frau“ zu beginnen und wahlweise „Mit vorzüglicher Hochachtung“ oder „Mit freundlichen Grüßen“ zu enden, aber so lange orthografisch und grammatikalisch alles stimmt, ist jede Version denkbar. Auch ein informelles „Hallo“ bei schon länger bestehendem Kontakt kann vollkommen ausreichen. Wertschätzung, Respekt und ein Hauch Positivität sollten jede Form der Kommunikation prägen.

Wir bei Privatbüro Plus treten unseren Kundinnen und Kunden natürlich stets förmlich und mit der gebotenen Höflichkeit gegenüber, die von einer geschäftlichen und höchst vertraulichen Beziehung gefordert wird.