Messe „bonn gesund“ am 9.10.2016 in Bad Godesberg

Gesundheitsmesse:
Vortragsprogramm ist da!

Gesundheitsmesse: Vortragsprogramm ist da!

Ein umfangreiches Vortrags- und Mitmachprogramm bieten Aussteller und Referenten der Gesundheitsmesse „bonn gesund“ an. Freuen Sie sich bei freiem Eintritt auf interessante Vorträge. Laden Sie sich das Programm hier herunter.
Wir freuen uns, dass der bekannte Bonner Kinderpsychiater und Bestsellerautor Dr. med. Michael Winterhoff unter dem Titel „Mythos Überforderung“ einen hochinteressanten Vortrag halten wird. Außerdem dabei: der TV-Ernährungexperte Sven Bach aus Stuttgart, der unter anderem sein neues Buch „Der Fettsack“ vorstellt. Weitere Vorträge können Sie dem Programm entnehmen:

Vortragsprogramm

7. regionale Gesundheitsmesse „bonn gesund“
Termin: 9. Oktober 2016
Öffungszeiten: 10-17 Uhr
Veranstaltungsort: Stadthalle Bad Godesberg, Koblenzer Straße 80, 53177 Bonn

Wir sind auch dabei!

Die Rente muss zum Leben reichen

“Der Sozialverband VdK ist die größte deutsche Rentnerorganisation. Wir setzen unsere Kräfte daran, die politischen Weichen für ein gerechteres Rentensystem zu stellen“, sagte die Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, Ulrike Mascher, heute in München bei der Vorstellung der rentenpolitischen VdK-Forderungen zur Bundestagswahl. „Die Rente muss zum Leben reichen und darf nicht den Charakter eines Almosens bekommen“, betonte sie.

Das Problem der Altersarmut verschärft sich aus Sicht des VdK weiter und muss endlich gelöst werden. „Daher muss der Gesetzgeber weitere Aufgaben anpacken. Die Realisierung der Forderungen des Sozialverbands VdK nutzt allen, auch den künftigen Generationen von Rentnerinnen und Rentnern“, erklärte die VdK-Präsidentin.

Zur Verbesserung der Situation von Rentnerinnen und Rentnern stellt der Sozialverband VdK folgende rentenpolitische Forderungen auf:

Abschaffung der sozial ungerechten Abschläge bei Erwerbsminderungsrenten: Mascher: „Wer vor dem Rentenalter seinen Beruf aufgeben muss, weil die Gesundheit nicht mehr mitmacht, darf nicht auch noch mit hohen Abschlägen bis ans Ende des Lebens belastet werden. Die Erkrankung und die soziale Ausgrenzung dieser Menschen ist schon Belastung genug.“

Talfahrt des Rentenniveaus stoppen: Schon jetzt liegt das Rentenniveau nur noch bei 47,9 Prozent. „Es muss bei 50 Prozent liegen, mindestens aber erst einmal auf heutigem Niveau stabilisiert werden, um einen wirksamen Schutz gegen Altersarmut zu ermöglichen“, so die VdK-Präsidentin.

Für eine vollständige Angleichung der Mütterrenten: Immer noch werden Mütter, die vor 1992 Kinder geboren haben, gegenüber jüngeren Müttern benachteiligt. Mascher: „Diese Gerechtigkeitslücke muss geschlossen werden. Die älteren Mütter sollen auch drei statt bisher nur zwei Rentenpunkte pro Kind bekommen.“

Einführung eines Freibetrags für Grundsicherungsbezieher: Mascher: „Die Verbesserungen bei der Mütterrente, aber auch bei den Rentenanpassungen, müssen bei den Ärmsten ankommen. Deshalb fordern wir die Einführung eines Freibetrags von 100 Euro für Grundsicherungsbezieher.“ Bisher wird die Mütterrente mit der Grundsicherung verrechnet.

Rente nach Mindesteinkommen statt Lebensleistungsrente: „Die Lebensleistungsrente, wie sie die Bundesregierung vorgestellt hat, mit mindestens 40 Beitragsjahren und zusätzlicher privater Vorsorge, geht an der Lebenswirklichkeit vieler Frauen, langzeitarbeitsloser und erwerbsgeminderter Menschen vorbei“, so Mascher. Mit der Rente nach Mindesteinkommen, die es bis 1992 bereits gegeben hat, würden Zeiten des Niedrigeinkommens bei Rentenbezug hochgerechnet. Die Hürden wären mit einer Anrechnungszeit von 35 Jahren insbesondere für viele Frauen zu schaffen.

Echte Beschäftigungschancen statt höherer Regelaltersgrenze: Der VdK erteilt Forderungen nach einer weiteren Anhebung der Regelaltersgrenze eine klare Absage: „Ausgebrütet werden solche Vorschläge im Wolkenkuckucksheim mancher Bosse und Politiker, aber nicht in den Fabrikhallen, in Pflegeheimen, in Großraumbüros oder auf dem Bau“, sagte Mascher.

Einführung einer allgemeinen Erwerbstätigenversicherung: Um die Einnahmen der Rentenversicherung zu stabilisieren und der hohen Gefahr von Altersarmut bei Selbstständigen vorzubeugen, fordert der VdK den Einbezug aller Arbeitnehmergruppen, inklusive von Beamtinnen und Beamten, in eine gemeinsame Erwerbstätigenversicherung.

Maschinen im Ernstfall abstellen?

Gesundheitliche Schläge sind manchmal doppelt tragisch: Dann, wenn die Betroffenen ihren Willen selbst nicht mehr kundtun können. Was die meisten Menschen nicht wissen: Der Partner kann an dieser Stelle nicht einfach einspringen. Der Online-Dienstleister DIPAT zeigt, wie Vorsorge klappt.Damit im Ernstfall die eigenen Wünsche die erreichen, die sie kennen sollten: die behandelnden Ärzte.

© Butch - Fotolia.com

Laut einer aktuellen, repräsentativen Umfrage des Sozialforschungsinstituts Mentefactum im Auftrag von DIPAT, haben nahezu zwei Drittel (65 Prozent) der Deutschen keine Patientenverfügung. Dahinter muss nicht immer nur Unüberlegtheit stecken. Das Kalkül vieler ist, dass sie sich im Ernstfall auf ihren Partner verlassen können. Das gaben 60 Prozent derer an, die noch keine Patientenverfügung haben. Oft haben sie Absprachen getroffen – oder sogar ein Schriftstück verfasst, in dem die Partner sich gegenseitig als Überbringer des Willens des anderen benennen.

Vor dieser Praxis warnt nun der Online Dienstleister DIPAT. „Fakt ist: Im Ernstfall wird der Lebenspartner nicht automatisch zum Bevollmächtigten. Ärzte sind streng genommen nicht einmal automatisch befugt, dem Partner überhaupt Auskunft über den Gesundheitszustand des anderen zu geben“, sagt Dr. Paul Brandenburg, Notfallmediziner und Geschäftsführer von DIPAT. Egal, welche Absprachen zuvor zwischen den Lebenspartnern getroffen wurden: Deutsche Ärzte müssen alle medizinischen Maßnahmen für ein Überleben des Patienten ausschöpfen, wenn nicht hinreichend gut belegt ist, dass der Patient selbst etwas anderes für sich wollte.

Um im Fall des Falles sicher die Behandlung zu erhalten, die man sich wünscht, sollte man daher eine rechtlich bindende Patientenverfügung hinterlegen. In dieser kann man den Lebenspartner wirksam als auskunftsberechtigte oder sogar betreuungsbevollmächtigte Person benennen. DIPAT bietet hier die Lösung. Als einziger Anbieter in Deutschland ermöglicht DIPAT seinen Nutzern die selbstständige Erstellung und Online-Hinterlegung einer wirksamen Patientenverfügung ohne Abhängigkeit von Dritten. Mittels eines intelligenten Online-Interviews wird der Behandlungswunsch des Kunden und der aktuelle Gesundheitszustand detailliert erfasst und anschließend in ein medizinisches Formular übersetzt, das im Notfall als klare Handlungsanweisung für Ärzte wirksam ist. Diese Patientenverfügung wird umgehend online hinterlegt und ist ab sofort jederzeit und von jedem Ort im Internet abrufbar. Dank eines Signalaufklebers auf der Versichertenkarte, wird die Patientenverfügung auch ohne die Auskunft von Angehörigen gefunden. Der Aufkleber zeigt den Online-Code, hinter dem sich die Verfügung verbirgt.

Über DIPAT

„DIPAT Die Patientenverfügung“ ging Ende 2015 online. Der Berliner Arzt und Publizist Dr. Paul Brandenburg entwickelte den Dienst gemeinsam mit einem Team aus Juristen, Psychologen und Programmierern. Ein Online-Interview ermittelt umfassend den Behandlungswillen des Nutzers. Dabei liefert es ihm anschauliche Beispiele und Entscheidungshilfen. Das Ergebnis der Befragung wird in einen präzisen Fachtext übersetzt und steht im Akutfall über das Internet zum Abruf bereit. Auf Wunsch werden auch weitere medizinische sowie persönliche Informationen erfasst, beispielsweise Allergien und Kontaktdaten von Vertrauenspersonen und Ärzten.

Pressemitteilung: DIPAT

Die Pflegestärkungsgesetze 1 bis 3, das Bundesgesundheitsministerium informiert

Hermann Gröhe: “Bessere Beratung für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen – Keine Toleranz bei Betrug in der Pflege!“

Das Bundeskabinett hat heute den Entwurf eines Dritten Gesetzes zur Stärkung der pflegerischen Versorgung und zur Änderung weiterer Vorschriften (Drittes Pflegestärkungsgesetz – PSG III) beschlossen. Das Gesetz bedarf der Zustimmung des Bundesrats. Die Regelungen des PSG III sollen ganz überwiegend zum 1. Januar 2017 in Kraft treten.

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe. Copyright: BMG/Jochen Zick

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe. Copyright: BMG/Jochen Zick

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe: „Gute Pflege gibt es nicht von der Stange, sie muss wie ein Maßanzug auf die persönliche Situation zugeschnitten sein. Deshalb haben wir mit zwei Gesetzen dafür gesorgt, dass die Hilfe für Pflegebedürftige und ihre Familien passgenauer wird. Mir ist wichtig, dass die Hilfe auch dort ankommt, wo sie gebraucht wird. Deshalb verbessern wir jetzt die Pflegeberatung in den Kommunen. Außerdem verschärfen wir die Kontrollen, um Pflegebedürftige, ihre Familien und die Pflegekräfte besser vor betrügerischen Pflegediensten zu schützen. Für Betrug in der Pflege darf es keine Toleranz geben.“

Mit drei Pflegestärkungsgesetzen wird in dieser Wahlperiode die Hilfe für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen deutlich verbessert.

Mit dem Ersten Pflegestärkungsgesetz (PSG I) wurde die Unterstützung für Pflegebedürftige und ihre Familien spürbar ausgeweitet. Zudem wurde ein Pflegevorsorgefonds eingerichtet, um die Generationengerechtigkeit in der Finanzierung der Pflegeversicherung zu erhalten.

Mit dem Zweiten Pflegestärkungsgesetz (PSG II) werden ab dem 1. Januar 2017 ein neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff und ein neues Begutachtungsverfahren eingeführt. Damit erhalten erstmals alle Pflegebedürftigen gleichberechtigten Zugang zu den Leistungen der Pflegeversicherung – unabhängig davon, ob sie an körperlichen Einschränkungen leiden oder an einer Demenz erkrankt sind. Damit einher geht ein neues Begutachtungsverfahren, das den Grad der Selbständigkeit ermittelt und auf dieser Grundlage fünf Pflegegrade bestimmt. Wer bereits pflegebedürftig ist, erhält Vertrauensschutz. Insgesamt erhöhen sich die Leistungen der Sozialen Pflegeversicherung in dieser Wahlperiode damit um 20 Prozent.

Durch diese Änderungen können Pflegebedürftige und ihre Familien die Leistungen der Pflegeversicherung wesentlich besser auf ihre jeweilige Situation zuschneiden. Damit die Hilfe, die benötigt wird zügig bei den Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen ankommt, stärkt das Dritte Pflegestärkungsgesetz (PSG III) die Pflegeberatung in den Kommunen. Pflegebedürftige und ihre Angehörigen erhalten dadurch eine Beratung aus einer Hand. Außerdem werden die Kontrollen verschärft, um Pflegebedürftige, ihre Familien und die Pflegekräfte besser vor betrügerischen Pflegediensten zu schützen.

Die wichtigsten Regelungen des PSG III

Sicherstellung der Versorgung
Die Länder sind für die Vorhaltung einer leistungsfähigen, zahlenmäßig ausreichenden und wirtschaftlichen Versorgungsinfrastruktur in der Pflege verantwortlich. Dazu können sie Ausschüsse einrichten, die sich mit Versorgungsfragen befassen. Mit dem PSG III sollen die Pflegekassen nun verpflichtet werden, sich an Ausschüssen zu beteiligen, die sich mit regionalen Fragen oder sektorenübergreifender Versorgung beschäftigen. Die Pflegekassen müssen Empfehlungen der Ausschüsse, die sich auf die Verbesserung der Versorgungssituation beziehen, künftig bei Vertragsverhandlungen einbeziehen. Dies kann z.B. zur Vermeidung von Unterversorgung in der ambulanten Pflege notwendig werden, wenn bspw. die Erbringung dieser Leistungen durch einen Pflegedienst wegen Unwirtschaftlichkeit eingestellt werden müsste.

Beratung
Die Beratung von Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen vor Ort soll verbessert werden. Dazu sollen Kommunen mit dem PSG III für die Dauer von fünf Jahren ein Initiativrecht zur Einrichtung von Pflegestützpunkten erhalten. Darüber hinaus sollen sie künftig Beratungsgutscheine der Versicherten für eine Pflegeberatung einlösen können. Ergänzend zu ihren eigenen Beratungsaufgaben in der Hilfe zur Pflege, der Altenhilfe und der Eingliederungshilfe sollen sie auch Pflegebedürftige, die Pflegegeld beziehen, beraten können, wenn diese das wünschen. Außerdem sind Modellvorhaben zur Beratung Pflegebedürftiger und ihrer Angehörigen durch kommunale Beratungsstellen in bis zu 60 Kreisen oder kreisfreien Städten für die Dauer von fünf Jahren vorgesehen. Über die Anträge von Kommunen, die an diesen Modellvorhaben mitwirken wollen, wird von den Ländern entschieden. Pflegebedürftige und ihre Angehörigen sollen dadurch eine Beratung aus einer Hand erhalten zu allen Leistungen, die sie in Anspruch nehmen können wie z.B. der Hilfe zur Pflege, der Eingliederungshilfe oder der Altenhilfe.

Angebote zur Unterstützung im Alltag
Das PSG III schafft für Kommunen die Möglichkeit, sich an Maßnahmen zum Auf- und Ausbau der Angebote zur Unterstützung im Alltag auch in Form von Personal- oder Sachmitteln einzubringen. Diese Angebote zur Unterstützung im Alltag richten sich nicht nur an Pflegebedürftige, sondern auch an deren Angehörige, die dadurch entlastet werden. Darüber hinaus sollen Länder, die die ihnen zustehenden Mittel fast vollständig abgerufen haben, auch die Mittel nutzen können, die von anderen Ländern nicht verwendet wurden. Ziel ist die möglichst vollständige Ausschöpfung des Beitrags der Pflegeversicherung von bis zu 25 Millionen Euro für den Aufbau solcher Angebote.

Umsetzung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs im Recht der Hilfe zur Pflege
Auch nach Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs im SGB XI und nach der deutlichen Verbesserung der Leistungen der Pflegeversicherung kann ein darüber hinausgehender Bedarf an Pflege bestehen. Dieser wird bei finanzieller Bedürftigkeit durch die Hilfe zur Pflege im Rahmen der Sozialhilfe und dem sozialen Entschädigungsrecht gedeckt. Wie im SGB XI soll auch im Recht auf Hilfe zur Pflege nach dem Zwölften Sozialgesetzbuch (SGB XII) und im Bundesversorgungsgesetz (BVG) der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff eingeführt werden, damit sichergestellt ist, dass finanziell Bedürftige im Falle der Pflegebedürftigkeit angemessen versorgt werden.

Regelung der Schnittstellenproblematik zwischen Pflegeversicherung und Eingliederungshilfe
Mit der Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs im SGB XI wurde im Bereich des Leistungsrechts eine Erweiterung vorgenommen: Nunmehr gehören auch die pflegerischen Betreuungsmaßnahmen zum Leistungsbereich der Pflegeversicherung. Das führt zu Abgrenzungsfragen zwischen den Leistungen der Eingliederungshilfe und den Leistungen der Pflegeversicherung bzw. Hilfe zur Pflege. Deshalb soll das PSG III für Klarheit sorgen: Geregelt wird daher, dass die Leistungen der Pflege gegenüber den Leistungen der Eingliederungshilfe im häuslichen Umfeld grundsätzlich vorrangig sind, es sei denn, bei der Leistungserbringung steht die Erfüllung der Aufgaben der Eingliederungshilfe im Vordergrund.

Außerhalb des häuslichen Umfelds gehen dagegen die Leistungen der Eingliederungshilfe den Leistungen der Pflege vor. Damit enthält der Entwurf klare Abgrenzungsregelungen an den Schnittstellen zwischen Pflegeversicherung und Eingliederungshilfe, die zudem Kostenverschiebungen zwischen den beiden Systemen vermeiden.

Maßnahmen zur Verhinderung von Abrechnungsbetrug in der Pflege
Die Gesetzliche Krankenversicherung erhält ein systematisches Prüfrecht: Auch Pflegedienste, die ausschließlich Leistungen der häuslichen Krankenpflege im Auftrag der Krankenkassen erbringen, sollen zukünftig regelmäßig von den Qualitäts- und Abrechnungsprüfungen durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) erfasst werden.

Zudem sollen bestehende Instrumente der Qualitätssicherung im Bereich der Pflegeversicherung weiterentwickelt werden: In die Stichproben bei den MDK-Prüfungen von Pflegediensten sollen auch Personen einbezogen werden, die allein Leistungen der häuslichen Krankenpflege erhalten. In der häuslichen Krankenpflege werden die Dokumentationspflichten der Pflegekräfte an die in der ambulanten Altenpflege bereits geltenden Pflichten angepasst. Abrechnungsprüfungen sollen von den Pflegekassen zudem künftig auch unabhängig von den Qualitätsprüfungen des MDK durchgeführt werden, wenn Anhaltspunkte für fehlerhaftes Abrechnungsverhalten vorliegen.

Für Pflegedienste, die in der ambulanten Altenpflege tätig sind, gelten diese Regeln bereits.

Sie dürfen im Verdachtsfall unangemeldet kontrolliert werden, und ihre Abrechnungen müssen vom MDK regelmäßig überprüft werden.

Darüber hinaus soll die Pflegeselbstverwaltung in den Ländern gesetzlich verpflichtet werden, in den Landesrahmenverträgen insbesondere Voraussetzungen für Verträge festzulegen, durch die wirksamer gegen bereits auffällig gewordene Anbieter vorgegangen werden kann. Damit soll sichergestellt werden, dass sich beispielsweise kriminelle Pflegedienste nicht einfach unter neuem Namen oder über Strohmänner eine neue Zulassung erschleichen können.

Die Pflegeselbstverwaltung wird zudem verpflichtet, klare Qualitätsstandards für ambulante Wohngruppen zu erarbeiten.

Weitere Informationen zu den Pflegestärkungsgesetzen finden Sie unter: www.bundesgesundheitsministerium.de/Pflegestaerkungsgesetze

Quelle: Pressemitteilung des BMG (Berlin, 28. Juni 2016, Nr. 30)

Warum Vitamin D für Senioren so wichtig ist

Für das Immunsystem und die Knochen ist Vitamin D von Bedeutung. Besonders ältere Menschen sollten einem Mangel des Vitamins vorbeugen, das wird auch von Ärzten und Wissenschaftlern bestätigt. Als Nahrungsergänzung kann das Vitamin D von Senioren eingenommen werden, um somit Knochenbrüche und Stürze zu vermeiden.

Die Aufgabe von Vitamin D und die Folgen bei einem Mangel

Das Vitamin D reguliert im Blut den Calcium-Spiegel und ist ebenso für den Aufbau der Knochen verantwortlich. Leiden Kinder an einen Vitamin D-Mangel, so erkranken sie an Rachitis. Durch einen Mangel des Vitamins wird bei Erwachsenen der Knochenabbau begünstigt, wodurch sich die Gefahr von Knochenbrüchen erhöht. Weitere Folgen des Vitamin D-Mangels sind ein erhöhtes Risiko für Stürze sowie schmerzende und geschwächte Muskeln. Ebenfalls konnten Wissenschaftler nachweisen, dass der Vitamin D-Mangel sich negativ auf das Immunsystem auswirkt und sogar die Entwicklung von Krebs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen beeinflusst.

Wissenschaftler haben schon verschiedene Studien mit Senioren durchgeführt, die regelmäßig Vitamin D einnehmen und dadurch einen sicheren Gang haben. Die Probanden stürzten wesentlich seltener und erlitten weniger Knochenbrüche.

Bildung von Vitamin D bei Senioren

Unter der Einwirkung des Sonnenlichts bildet der Körper Vitamin D in der Haut. Vor allen Dingen sind Senioren schlecht mit dem Vitamin versorgt, da sie oftmals den Aufenthalt in der Sonne vermeiden. Auch nimmt mit fortschreitendem Alter die Fähigkeit ab, dass in der Haut Vitamin D gebildet wird.

Zu etwa 80 Prozent wird Vitamin D durch die ultravioletten Strahlen gebildet und lediglich zu ungefähr 20 Prozent über Nahrungsmittel aufgenommen. Die Sonne kann jedoch nicht als verlässliche Quelle in unseren Breitengraden angesehen werden. In den Monaten von November bis Mai ist die Sonnenintensität nicht ausreichend.

Die Einnahme von Vitamin D-Präparaten

Senioren sollten bei der Einnahme von Vitamin D-Präparaten vorsichtig sein und nicht denken, viel hilft auch viel. Wird dem Körper zu viel Vitamin D zugeführt, so können Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit oder Übelkeit die Folge sein. Im schlimmsten Fall kann es zu Nierensteinen oder einer Entkalkung der Knochen kommen, wenn es zu einer Überdosierung mit den Präparaten kommt. Die Einnahme der Vitamin D-Präparate sollte nur nach Absprache mit dem Arzt erfolgen.

Durch Lebensmittel und zu viel Sonnenlicht kann es allerdings nicht zu einer Überdosierung des Vitamins kommen. Nur wenige Nahrungsmittel sind reich an Vitamin D. Gute Lieferanten des Vitamins sind unter anderem Seefische, wie Makrele, Heilbutt, Lachs und Hering. Aber auch in Lebertran, Butter, Eigelb und einigen Pilzen ist das Vitamin enthalten, allerdings in abgeschwächter Form.

Altersgerecht und chic – Ideen für ein barrierefreies Badezimmer

In der Vorstellung vieler Personen sind barrierefreie Bäder rein funktional eingerichtet. Doch die sterile Krankenhaus-Atmosphäre muss nicht sein. Badezimmer, die ihren Fokus auf die praktische Nutzung legen, können chic eingerichtet wunderbar zum Wohlfühlen einladen. Worauf Interessierte achten sollten, erfahren sie in diesen Tipps.

Ebenerdige Dusche: trendig ohne Barrieren

In jedes altersgerechte Badezimmer gehört eine bodengleiche Dusche. Als superflache Duschwanne oder komplett durchgeflieste Fläche fällt der Schritt in das kühle Nass besonders leicht. Keine Stufe, keine Stolpergefahr. Auch Personen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, können bequem in die Dusche fahren. Und das Beste daran: Bodenebene Duschen liegen aktuell stark im Trend. Hersteller bieten eine breite Palette an Modellen an, die ansehnlicher kaum sein könnten. Wer mehr über bodengleiche Duschen erfahren möchte, findet zum Beispiel auf www.calmwaters.de weiterführende Informationen.
Ebenerdige Duschen haben einen weiteren Vorteil: Sie lassen den Raum größer wirken. Denn das Auge nimmt die Fläche als eine Einheit wahr. Wer auf eine Duschtür aus transparentem Glas setzt, verstärkt diesen Eindruck und schafft zusätzliche Weite. Die Tür sollte nach außen zu öffnen sein, sonst könnte es mitunter eng in der Dusche werden. Die Dusch-Fläche sollte etwa 1,20 Meter lang und breit sein. Wer einen Rollstuhl nutzt, sollte mit einer Länge und Breite von 1,50 Metern etwas mehr Platz einplanen. Sind Halterungen für Duschgel und Shampoo entsprechend der Körperhöhe platziert, steht dem Dusch-Spaß nichts im Wege.

„tief gelegte” Badewanne

Viele kennen das Problem: Mit zunehmenden Alter werden die Muskeln schwächer. Der Badewannen-Rand scheint eine unüberwindbare Hürde. Schade, denn ein warmes Bad entspannt die Muskeln und sorgt für ein angenehmes Wohlbefinden. Wer aktuell das Bad renoviert, liegt mit einer niedrigen Wanne genau richtig. Diese können zum Teil in den Boden eingelassen werden und verfügen so nur noch über eine Randhöhe von zum Beispiel 24 cm. Dieses Hindernis können viele Senioren mühelos überqueren, wenn sie Halt durch Griffe an den Wänden finden. Diese „tiefer gelegte” Badewanne sieht zudem sehr modern aus und peppt das Bad sichtlich auf.

Wer keine neue Badewanne kaufen möchte und dennoch nicht auf den Bade-Komfort verzichten mag, kann oftmals eine Tür in die alte Wanne einbauen lassen. Einige Betriebe haben sich auf diese Umbau-Maßnahme spezialisiert und sorgen binnen eines Tages dafür, dass die Badewanne endlich wieder genutzt werden kann. Einfach Tür öffnen, über einen ca. 15 cm hohen Einstieg eintreten, Tür schließen und bequem das warme Wasser fließen lassen und auf der Haut spüren.

Haltegriffe (unter)stützen

Im Badezimmer ist ein sicherer Stand immens wichtig. Nasse Fliesen und Wannen sind ohnehin rutschig. Hat der Badezimmer-Besitzer zudem wacklige Knie, sollte er unbedingt Stütz- und Haltegriffe an wichtigen Stellen platzieren. In der Dusche und der Badewanne ist besondere Vorsicht geboten. Zwar lindern rutschhemmende Materialien die Sturzgefahr, doch wie heißt es so schön: Vorsicht ist besser als Nachsicht. Mit Haltegriffen fällt der Ein- und Ausstieg aus Dusche und Badewanne mühelos und zudem sorgen die Stützen auch mental für Sicherheit und ein besseres Wohlbefinden. Neben dem Waschbecken macht sich ein Stützgriff gut. Ein oder zwei Aufstehbügel seitlich der Toilette helfen zudem beim Hinsetzen und wieder Aufstehen von der Toilette. Auch bei diesen Hilfsmitteln müssen Interessierte keineswegs zu unansehnlichen Modellen greifen. Haltegriffe sind in modernen Formen und Designs erhältlich. Varianten aus Edelstahl wirken hochwertig und edel, aus blauem Stahl passen die Griffe ideal in maritim eingerichtete Bäder. Altersgerecht geht eben doch chic!

Magnesium kann gerade für aktive Senioren wichtig sein

Senioren werden immer aktiver: Einer Auswertung der Initiative “7 Jahre länger” zufolge war Ende 2014 fast jeder fünfte Bundesbürger über 60 in einem Sportverein aktiv. Wer sich viel bewegt und Sport treibt, sollte allerdings wissen, dass der Bedarf an Mineralstoffen ansteigt. Vor allem Magnesium wird für eine reibungslose Muskelfunktion benötigt. Werden zu wenig magnesiumhaltige Nahrungsmittel verzehrt, haben Elektrolyte wie Calcium und Kalium keine Chance, bis in die Muskelfasern vorzudringen – Symptome wie Waden- und Muskelkrämpfe oder Verspannungen können verstärkt auftreten. Was vielen nicht bewusst ist: Auch das Herz ist “nur” ein Muskel und kann entsprechend unter Mangelerscheinungen leiden. Das Fehlen von Magnesium kann dort Verkrampfungen, unregelmäßige Herzschläge und beklemmende Gefühle hervorrufen – in schweren Fällen kann es der Deutschen Herzstiftung zufolge sogar zu Kammerflimmern und infolgedessen zum plötzlichen Herztod kommen.

Verkrampfte Muskelbündel mit Magnesium entspannen

Ohne ausreichend Magnesium können Muskelzellen nicht adäquat arbeiten, auch die Nerven sind nicht in der Lage, Signale an die Muskeln weiterzuleiten. In Zeiten erhöhter körperlicher Aktivität empfiehlt es sich daher, den Organismus mit frei verkäuflichen Arzneimitteln aus der Apotheke wie etwa “Magnetrans” zu unterstützen. Auch in der warmen Jahreszeit werden mit dem Schweiß vermehrt Mineralstoffe ausgeschieden. Treten Krämpfe auf, ist es oft schon zu spät. Um schmerzhaft zusammengezogenen Muskelbündeln oder anderen Mangelerscheinungen vorzubeugen, rät die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) aktiven Menschen, etwa jede Viertelstunde 0,1 bis 0,2 Liter Flüssigkeit zu sich zu nehmen, um leistungsfähig zu bleiben.

Softdrinks nicht zu empfehlen

Liebhaber von Softdrinks sollten allerdings aufpassen: Phosphorhaltige Getränke können die Magnesiumaufnahme stören. Man sollte sie besser gegen Fruchtschorle oder hochwertiges Mineralwasser austauschen. Worin das Muskel-Mineral noch enthalten ist und welche weiteren Mangelsymptome es gibt, erfährt man beispielsweise unter www.magnetrans.de. Auch Bananen und Nüsse gelten im Übrigen als gute Magnesiumlieferanten.

Jetzt kommen die Mücken

Nach den heftigen Regenfällen kommen die Mücken. Wiesen und Äcker sind durch die regenreichen Unwetter vielerorts Überflutet, für Mücken eine perfekt Brutstätte. Ein paar Tricks helfen, sich vor den lästigen Blutsauger zu schützen.

„In kurzen Abständen legt eine einzige Mücke jetzt zwischen 80 und 200 Eier in stehende Gewässer: nach einem zweiwöchigen Larvenstadium schlüpft die nächste Generation“, sagt Eva Goris, Pressesprecherin der Deutschen Wildtier Stiftung. „Geht die Temperatur nach dem Regen hoch, wirkt die Wärme zusätzlich wie ein Brutbeschleuniger für den Mücken-Nachwuchs.“ In den nächsten Wochen muss aufgrund der massiven Regenfälle überall in Deutschland mit besonders vielen Mücken gerechnet werden. „Übrigens: Die weiblichen Mücken brauchen das Blut für ihre Brut“, sagt Goris. Wer sich auf die Stechangriffe gut vorbereitet, kann sich besser schützen. „Man muss nur wissen, worauf die Mücken-Weibchen – denn nur diese stechen – fliegen“.

Allen Vorurteilen zum Trotz: Blutgruppe, Alter und Geschlecht der Opfer sind den Quälgeistern ziemlich egal. „In erster Linie beeinflusst der Körpergeruch, ob uns eine Mücke attackiert oder nicht“, sagt Goris. Beim Zersetzungsprozess von Schweiß entstehen Ammonium und Buttersäure auf der Haut. „Und dieser Duft wirkt auf Mücken wie ein Magnet.“ Besonders angezogen fühlen sie sich von Füßen: „Wer also einen ungestörten Grillabend genießen will, sollte vorher duschen und frische Socken tragen.“ Doch auch beim Duschen ist Vorsicht geboten: Duftstoffe in Duschgels, Seifen oder Shampoo locken ebenfalls Mücken an. Im Sommer sind parfümfreie Kosmetika daher empfehlenswert.

„Selbst das, was Sie essen, spielt eine Rolle“, sagt Eva Goris. „Beispielsweise Reis: Durch Stoffwechselprozesse nach dem Verzehr von Reis, gibt der Körper mehr Kohlendioxid über die Poren und den Atem ab. Auf diesen leicht säuerlichen Geruch stehen hungrige Mücken total!“ Der Genuss von Kohl hingegen hält Mücken eher fern.

Ätherische Öle von Zitronen, Lavendel, Minze oder Basilikum schützen zwar nicht zuverlässig, halten aber durchaus die eine oder andere Mücke ab. Weite Kleidung, die an Armen, Beinen und am Hals geschlossen ist, kann verhindern, dass der hauchdünne Stech-Saug-Rüssel der Mücken selbst durch Textilien an die Haut gelangt. Denn für Mücken ist es kein Problem eine enganliegende Jeans zu durchstechen, um an Blut zu gelangen!

Eva Goris empfiehlt: „Im Fachhandel bekommen Sie geeignete Mückenabwehr-Produkte.“ Wer auch die Kleidung einsprüht, hat größere Chancen, nicht gestochen zu werden.

Alzheimer-Früherkennung: Zehn Zeichen auf die Sie achten sollten

Viele Menschen haben Angst, an Alzheimer zu erkranken. Aber wodurch unterscheiden sich normale altersbedingte Veränderungen von Alzheimer-Symptomen? Muss man sich schon Sorgen machen, wenn man mal den Autoschlüssel verlegt oder den Namen eines Bekannten vergisst?

Welche Veränderungen wirklich auf eine Alzheimer-Erkrankung hinweisen können, wissen noch zu wenige Menschen. Die gemeinnützige Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) stellt zehn Symptome vor, die Anzeichen für eine Erkrankung sein können.

Wenn eines dieser Anzeichen wiederholt auftritt, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Es ist wichtig, früh und professionell abzuklären, was der Auslöser der Vergesslichkeit ist, um mögliche Ursachen zu behandeln. Im Falle einer Alzheimer-Erkrankung sollte möglichst frühzeitig mit einer Therapie begonnen werden. Die Medikamente, die den Verlauf verzögern können, wirken am besten zu Beginn der Krankheit.

1. Gedächtnislücken

Ein Anzeichen im Frühstadium der Alzheimer-Erkrankung sind Veränderungen im Kurzzeitgedächtnis mit Auswirkungen auf das tägliche Leben. Diese Form der Vergesslichkeit zeigt sich zum Beispiel darin, dass die Betroffenen wichtige Termine vergessen, nicht daran denken, den Herd auszustellen oder ihren Alltag nur noch mit Erinnerungsnotizen organisieren können.

Normale altersbedingte Veränderung:
Namen oder Verabredungen werden kurzfristig vergessen, später aber wieder erinnert.

2. Schwierigkeiten beim Planen und Problemlösen

Betroffenen fällt es schwer, sich länger zu konzentrieren oder etwas vorausschauend zu planen und umzusetzen. Sie benötigen für vieles mehr Zeit als zuvor. Probleme tauchen beispielsweise auf beim Kochen oder Backen nach altbekannten Rezepten, beim Umgang mit Zahlen oder beim Begleichen von Rechnungen.

Normale altersbedingte Veränderung:
Zerstreutheit, wenn viele Dinge gleichzeitig anstehen.

3. Probleme mit gewohnten Tätigkeiten

Alltägliche Handlungen werden plötzlich als große Herausforderung empfunden. Routineaufgaben bei der Arbeit werden zum Problem oder die Regeln eines altbekannten Spiels werden nicht mehr erinnert.

Normale altersbedingte Veränderung:
Gelegentlicher Hilfebedarf beim Umgang mit anspruchsvollen Alltagsanforderungen, zum Beispiel dem Programmieren des Fernsehers.

4. Räumliche und zeitliche Orientierungsprobleme

Oft können Orte oder Zeitabstände nicht mehr eingeordnet werden. Betroffene vergessen zum Beispiel das Jahr und die Jahreszeit, können die Uhr nicht mehr lesen oder stehen in ihrer Straße und wissen nicht mehr, wo sie sind und wie sie nach Hause kommen.

Normale altersbedingte Veränderung:
Sich dann und wann im Wochentag zu irren und es später zu merken.

5. Wahrnehmungsstörungen

Viele Betroffene habe große Mühe, Bilder zu erkennen und räumliche Dimensionen zu erfassen. Schwächen zeigen sich beispielsweise beim Erkennen von Farben und Kontrasten, Lesen oder Wiedererkennen von vertrauten Gesichtern.

Normale altersbedingte Veränderung:
Verändertes oder verringertes Sehvermögen, zum Beispiel aufgrund von Linsentrübung.

6. Neue Sprach- und Schreibschwäche

Vielen Erkrankten fällt es schwer, einer Unterhaltung zu folgen und aktiv an einem Gespräch teilzunehmen. Sie verlieren den Faden, benutzen unpassende Füllwörter oder haben Wortfindungsprobleme. Auch häufige Wiederholungen können ein Anzeichen sein.

Normale altersbedingte Veränderung:
Ab und zu nicht das richtige Wort zu finden.

7. Verlegen von Gegenständen

Menschen mit Alzheimer lassen häufig Gegenstände liegen oder verlegen sie an ungewöhnliche Stellen. Sie vergessen nicht nur, wo die Sachen sind, sondern auch, wozu sie gut sind. So werden beispielsweise die Schuhe in den Kühlschrank gelegt oder die Autoschlüssel in den Briefkasten.

Normale altersbedingte Veränderung:
Dinge hin und wieder verlegen und dann wiederfinden.

8. Eingeschränktes Urteilsvermögen

Oft verändert sich die Urteils- und Entscheidungsfähigkeit, zum Beispiel bei der Kleiderwahl (Pelzstiefel im Sommer), beim Umgang mit Geld oder bei der Körperpflege.

Normale altersbedingte Veränderung:
Eine unüberlegte oder schlechte Entscheidung zu treffen.

9. Verlust von Eigeninitiative und Rückzug aus dem sozialen Leben

Viele Betroffene verlieren zunehmend ihre Eigeninitiative und gehen ihren Hobbies, sozialen oder sportlichen Aktivitäten immer weniger nach. Sie bemerken Veränderungen an sich, die sie verunsichern und ziehen sich zurück.

Normale altersbedingte Veränderung:
Sich manchmal beansprucht fühlen durch Anforderungen bei der Arbeit, in der Familie oder durch soziale Verpflichtungen.

10. Persönlichkeitsveränderungen

Starke Stimmungsschwankungen ohne erkennbaren Grund können Folge einer Alzheimer-Erkrankung sein. Auch ausgeprägte Persönlichkeitsveränderungen treten auf, zum Beispiel starkes Unbehagen in fremden Räumen, plötzliches Misstrauen, aggressives Verhalten oder Gefühle von Ohnmacht, Traurigkeit und Rastlosigkeit.

Normale altersbedingte Veränderung:
Irritation, wenn geregelte Alltagsabläufe geändert oder unterbrochen werden.

Gesundheits-Apps: Gröhe fordert klare Qualitäts- und Sicherheitsstandards

Sie messen die Schrittzahl, geben Ernährungstipps oder medizinische Ratschläge: Gesundheits-Apps sind voll im Trend, der Markt boomt. Über 100.000 dieser Smartphone-Anwendungen stehen derzeit in den App Stores zum Download bereit. Eine neue Studie zeigt aber, wie undurchsichtig der App-Dschungel für die Verbraucher ist und welche Möglichkeiten und Risiken die Programme bergen. Gesundheitsminister Gröhe fordert deshalb klare Qualitäts- und Sicherheitsstandards.

Über 100.000 Gesundheits-Apps sind mittlerweile auf dem Markt. Foto: pixabay.com © picjumbo

Über 100.000 Gesundheits-Apps sind mittlerweile auf dem Markt. Foto: pixabay.com © picjumbo

Viele Smartphone-Nutzer kennen das Problem: Sie sind auf der Suche nach einer App, aber statt eines eindeutigen Ergebnisses liefert ihnen der App Store unzählige Anwendungen zum gleichen Thema. Was bei News- und Musik-Apps schon längst gang und gäbe ist, hat inzwischen auch die Gesundheitsbranche erreicht: 2045 Treffer liefert der iOS App Store allein bei der Suche nach „Gesundheit“. Bei der Eingrenzung auf das Suchwort „Schrittzähler“ sind es immerhin noch 112.

Diese Vielfalt lässt Verbraucher oftmals ratlos zurück, wie Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) zu bedenken gibt: „Bei mehr als 100.000 Gesundheits-Apps ist es für Bürger, aber auch für Ärzte nicht einfach zwischen guten und schlechten Angeboten zu unterscheiden.“ Es müssten klare Qualitäts- und Sicherheitsstandards für Patienten, medizinisches Personal und App-Hersteller etabliert werden. Sein Ministerium hatte darum eine Studie zu „Chancen und Risiken von Gesundheits-Apps – CHARISMHA“ am Peter L. Reichertz Institut für medizinische Informatik (PLRI) in Auftrag gegeben, die kürzlich erschienen ist.

Probleme bei Transparenz und Datenschutz

Gesundheits-Apps sind nicht nur Anwendungen, die sich mit Krankheit und Genesung befassen: Angelehnt an die Definition der WHO von „Gesundheit“, geht es um das „vollkommene körperliche, seelische und soziale Wohlbefinden“. Apps für Ärzte zur digitalen Präsentation von Röntgenbildern zählen darum ebenso dazu wie Fitness-Apps für Laien. Prävention, Gesundheitsförderung, Diagnose und Therapie sowie das Messen medizinischer Daten sind die Hauptthemen der Programme. Eine deutliche Unterscheidung zwischen Wellness- und „echten“ Medizin-Apps ist dabei für den Nutzer oft nicht auszumachen.

Trotz der thematischen Vielfalt sieht die Studie bei den meisten Anwendungen ähnliche Probleme. Die Datenschutzregeln seien häufig undurchsichtig, oftmals fehle zudem der wissenschaftliche Beleg des Nutzens, den die App verspreche. Bedenken äußert die Studie auch in Bezug auf ethische Aspekte: Wo endet die Privatheit, wo beginnt die Transparenz? Wer trägt die Verantwortung, wenn die Technik versagt? Um Apps mit eindeutig medizinischen Inhalten, die als Medizinprodukte eingestuft werden, besser kontrollieren zu können, müssen sie bereits heute beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte angemeldet werden und unterliegen dem Medizinproduktegesetz. Auch für andere Gesundheits-Apps planen Politiker nun, Leitlinien zu etablieren. Eine lückenlose, staatliche Kontrolle ist bei der unübersichtlichen Vielfalt an Angeboten allerdings schwierig. In Planung ist darum, einen Codex zu entwickeln, dem sich Hersteller freiwillig anschließen können. Er soll festgeschriebene Standards garantieren und den Verbrauchern so mehr Orientierung geben.

Gesundheitsbewusster leben mit Gesundheits-Apps

Chancen sieht Bundesminister Gröhe in Bezug auf die Gesundheitsanwendungen für das Smartphone vor allem darin, dass „für viele [Smartphone-Nutzer] Apps heute schon ein Ansporn sind, sich mehr zu bewegen, sich gesünder zu ernähren.“ Zudem könnten sie bei der regelmäßigen Einnahme von Medikamenten unterstützen. Auch die Krankenkassen haben das Potenzial der Gesundheits-Apps für sich entdeckt und bieten eigene Anwendungen an. Erste Krankenversicherungen planen, gesundheitsfördernde Apps in ihr Bonus-Programm zu integrieren oder Rabatte für eine gesundheitsbewusste Lebensweise zu gewähren. Private Krankenversicherungen könnten die Gesundheitsdaten aus den Apps aber auch dafür nutzen, individuelle Tarife für Versicherte anzubieten und etwa Risikozuschläge anhand der App-Daten zu kalkulieren.

Verbraucher sollten laut den Machern der Studie beim Download einer Gesundheits-App wachsam sein: Die Beschreibungen der Apps sind häufig nicht ausreichend detailliert, der eindeutige Zweck nicht ablesbar. Die Stiftung Wartentest rät daher dazu, sich genau über die jeweilige Anwendung zu informieren: Anbieter und Impressum sollten geprüft, Kosten und Rechte recherchiert werden. Der Zweck der App muss unmissverständlich zu erkennen sein. Zudem sollten sich Smartphone-Nutzer einen Überblick darüber verschaffen, ob die jeweilige App auch tatsächlich das bietet, was sie sich wünschen. Prüfen können Verbraucher diese Kriterien anhand eines vom PLRI erstellten Fragebogens. Trotzdem treffe häufig das Prinzip „Nach dem Download ist man klüger“ auch auf erfahrene Gesundheits-App-Nutzer wie ihn zu, bestätigt Dr. med. Urs-Vito Albrecht, stellvertretender Direktor des PLRI und Herausgeber der Studie, in der Zeitschrift Life Sciences-Serie. Eines steht fest: Einen Arzt, Ernährungsberater oder Fitnesstrainer können die zahlreichen Gesundheits-Apps (noch) nicht ersetzen.

Quelle: www.Saluway.de